Die Arbeitsgruppe Landwirtschaft / Umweltschutz (AG) wurde im Jahre 2006 von der Kommission Umwelt der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) einberufen. Sie ging aus der 1996 gegründeten AG "Landwirtschaft/Gewässerschutz" hervor. Die neu formierte AG setzt sich aus 13 Vertetern der zuständigen Behörden aus den Bereichen Umweltschutz und Landwirtschaft zusammen.
In der AG sind derzeit die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg sowie die
Schweizer Kantone Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen, Thurgau und Zürich aktiv vertreten. Den Vorsitz führt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Kempten (Allgäu). Angehörige von Landes- und Forschungsanstalten (LfL, FAT, LUBW) unterstützen die AG mit umfangreichem Spezialwissen.
Den aktuellen Arbeitsschwerpunkt bilden die landwirtschaftlichen Ammoniak- und Feinstaubemissionen (Laufzeit 2008 bis 2010). Vor dem Hintergrund der erbrachten Leistungen auf dem Gebiet des Gewässerschutzes und der noch ungelösten Belastungen über die Atmosphäre, beschloss die Arbeitsgruppe diese Problematik anzugehen. Sie wurde im Frühjahr 2007 durch die Kommission Umwelt damit beauftragt, einen Beitrag zur Reduktion der Ammoniakemissionen im Bodenseeraum in Form eines IBK-Projekts zu leisten.
Frühere Arbeiten
1996 lag der ursprüngliche Auftrag in der Bereitstellung von Entscheidungsgrundlagen zur Sicherstellung einer ökologisch verträglichen Nutzung und Bewirtschaftung der Freiflächen in der Region Bodensee.
Hierzu wurden Freiflächen (Gebiete, welche nicht als Siedlungsgebiete verstanden werden können) des IBK-Raums auf mögliche Konfliktpotentiale im Bereiche Landwirtschaft und Gewässerschutz untersucht . Damit wurde länderübergreifend ein harmonisierter Vollzug im Bereich Landwirtschaft und Gewässerschutz gefördert.
Anschließend erarbeitete die Arbeitsgruppe einen Massnahmenplan zum Gewässerschutz für den IBK-Raum. Dieser wurde am 2. Dezember 1999 der Regierungskonferenz zum Beschluss vorgelegt. Danach wurden Handlungsprioritäten festgelegt und die Länder und Kantone mit der Umsetzung beauftragt. Das Folgeprojekt Controlling und Kommunikation der Umsetzung des Massnahmenplans und der Umweltleistungen der Landwirtschaft in der IBK wurde 2005 abgeschlossen. Das Projekt zeigte auf, welche Fortschritte in der Umsetzung des Massnahmenplans Landwirtschaft/Gewässerschutz erreicht worden sind (Controlling) und legte der breiten Öffentlichkeit die erzielten Umweltleistungen der Landwirtschaft dar (Kommunikation).