Um die Umweltbelastungen der Landwirtschaft zu reduzieren, werden heute Landwirtschaftsflächen weniger intensiv bewirtschaftet als in den vergangenen Jahrzehnten. Im ganzen Bodenseeraum bestehen gesetzliche Grundlagen und Programme zur Unterstützung und Förderung extensiv bewirtschafteter Flächen. Auf diesen Flächen werden in der Regel keine Dünge- und Pflanzenschutzmittel mehr verwendet - oder ihre Verwendung wird zumindest stark eingeschränkt. Für den Ertragsausfall erhalten Landwirte zusätzliche staatliche Fördergelder. Aufgrund der verfügbaren Daten kann festgestellt werden, dass die Anteile der im Rahmen von Förderprogrammen angemeldeten, extensiv bewirtschafteten Flächen in der IBK-Region in den letzten Jahren im Durchschnitt gleich blieben. Es werden aber nicht alle extensiv bewirtschafteten Flächen in den Förderprogrammen erfasst, da die finanziellen Anreize gegenüber den in der Regel mehrjährig verbindlichen Verpflichtungen für gewisse Flächen zu gering sind.
Neben den Flächenanteilen ist aber auch die Qualität der extensiv bewirtschafteten Flächen wichtig. Ausschlaggebend sind dabei die Vielfalt der Pflanzenarten, die auf diesen Flächen wachsen sowie die Vernetzung der Flächen untereinander. Die Artenvielfalt wird generell besser beurteilt als noch vor einigen Jahren. Die aktuelle Vernetzung der naturnah bewirtschafteten Flächen wird von der Mehrheit der Regionen als gut beurteilt. Auch hier wird dank laufender Förderprogramme der Landwirtschaft und des Natur- und Landschaftsschutzes tendenziell eine positive Entwicklung wahrgenommen.