Ausgangslage
Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft, insbesondere aus der Nutztierhaltung, sind in den letzten Jahren verstärkt in die umweltpolitische Diskussion geraten. Hierbei sind nicht nur Überschreitungen von kritischen Belastungen sensibler Ökosysteme relevant. Ein effizienter Umgang mit Stickstoff gewinnt auch vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen zunehmend an Bedeutung, denn die Herstellung mineralischer N-Düngemittel verbraucht viel Energie.
Folglich erarbeitete die IBK-Arbeitsgruppe Landwirtschaft/Umweltschutz im Januar 2006 zu Händen der IBK-U ein Inputpapier zum Thema „Ammoniak in der Landwirtschaft“.[1] Darin wurde ein Kurzüberblick über die Quellen, Emissionen, Immissionen, Deposition, Auswirkungen von Ammoniak und den (Reduktions-)Zielen, die auch die IBK betreffen, dargestellt und einen ersten Überblick über mögliche Maßnahmen in der IBK gegeben.
Am 22. September 2006 erteilte die Kommission Umwelt der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK-U) der Arbeitsgruppe Landwirtschaft/Umweltschutz den Auftrag, einen Projektantrag an die IBK zu stellen, der die Reduktion der landwirtschaftlichen Ammoniak- und Feinstaubemissionen zum Gegenstand hat.
[1] Es wurden auch Inputpapiere zu den Themen Feinstaub in der Landwirtschaft und physikalischer Bodenschutz in der Landwirtschaft erarbeitet. Der Ammoniakproblematik wurde zum Weiterverfolgen in der IBK jedoch die höchste Priorität dieser Themenschwerpunkte eingeräumt.