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Maßnahmen zur Vermeidung von Ammoniak-Emissionen
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 > Ammoniakverluste der Landwirtschaft > Hinweise zur Vermeidung

Inhaltsbereich

 

Einfluss

Maßnahme

Machen Sie den Selbsttest – was trifft zu?

Fütterung

Proteinüberschüsse vermeiden, d.h.

·       Bei Milchkühen auf Harnstoffgehalt achten

·       Energiebetonte Ausgleichsfütterung

·       Bei Weide Ausgleich v.a. im Frühjahr und Herbst

·       In Schweinehaltung eiweißreduzierte (NPr) Futtermittel phasenabhängig einsetzen

Eiweißärmere Futtermittel sind zumeist auch billiger

Hohe Einzeltierleistung bedeutet weniger NH3-Abgasung je kg Milch

 

Haltung

·       Flächen sauber und trocken halten

·       Harnablaufrinnen bei Betonboden

·       Anteil verschmutze Flächen gering halten

·       Häufige Schieberreinigung

·       Luftkühlung im Sommer (Ansaugen über beschatteten Bereichen, Sprühkühlung , dies ermöglich auch geringere Lüftungsraten

·       Beschattung von Laufhöfen

·       Stall- und Laufhofreinigung zur Weideperiode

·       Mehr Sommerweidehaltung

·       Bei Einstreusystemen auf Sauberkeit, regelmäßiges Entmisten, trockene Einstreu und Ablauf der Jauche achten

 

Lagerka-pazität

·       muss für mindestens 6 Monate ausreichen, sonst zu hoher Termindruck bei Ausbringung

·       unnötiges Wasserverdünnen im Winter vermeiden

·       ggf. Grubenraum hinzu pachten

 

Lagerung

·       möglichst geschlossene Lagerung

·       Bei Rindergülle auch andere „Abdeckungen“ wirksam: Schwimmschicht, Strohhächsel

·        ins Erdreich gelegt = geringe Temperatur

·       möglichst geringe Oberfläche: Breite/Höhe = 3:1

·       geringe Luftbewegungen  unter den Spalten

·       möglichst wenig rühren und belüften

·       pH möglichst niedrig halten (Gülle pH = 7,5), also  kein Branntkalk in die Gülle

 

Ausbrin-gungs-termin und -menge

·       Auf Grünland mit Breitverteiler: möglichst unmittelbar nach einer Nutzung auf noch kurzen Stoppel, solange Boden noch Schattengare hat

·       Frühjahrsbetont

·       kleine Einzelgaben im Grünland 15-25 m3/ha

·       Gesamthöhe entsprechend Düngebedarf

·       Im Sommer nur spät Abends fahren

 

Witterung und Boden-zustand

·       Keine Gülle bei Hitze, Sonne und Wind

·       Gut: kühl, windstill und bedeckter Himmel

·       Nachfolgender Niederschlag, der die Gülle ein wascht

·       Boden muss befahrbar und aufnahmefähig sein

 

Ausbrin-gungs-technik

·       Bodennahe Technik: Schleppschlauch, Schleppschuh oder Schlitzgeräte

·       Bodennahe Technik vor allem in höheren Beständen vorteilhaft (Schatteneffekt)

·       Bei Breitverteilung auf Grobtropfigkeit und gute Gleichverteilung achten

 

Fließfä-higkeit

·       Vor allem im Grünland wichtig

·       Gülle zur Ausbringung mit Wasser 1:1 verdünnen, d.h. TS Gehalt sollte ≤ 5% sein

·       Wasser bindet Ammoniak und Gülle fließt ab

·       Gesteinsmehle und EM-Präparate (in die Gülle eingerührt) sind  umstritten in der Wirkung

 

 

Gute fachliche Praxis der Emissionsminderung (KTBL 2004)
 
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