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Ammoniakverluste in Stall und Laufhof
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Für die Luftreinhaltung bzw. die Minderung der Ammoniak-Emissionen bei Stallbauten und Laufhöfen sind einige allgemein gültige Prinzipien von Bedeutung. Die Emissionen sind grundsätzlich umso geringer, je weniger verschmutzte Flächen vorhanden sind, je geringer die Luftgeschwindigkeit über den verschmutzten Flächen und je niedriger die Temperatur ist. Sie stützen sich u.a. auf den international verbindlichen „Leitfaden über Techniken zur Vermeidung und Verringerung von Ammoniakemissionen“.[1]

In folgender Tabelle sind einige wichtige Grundprinzipien festgehalten, die für die Luftreinhaltung bei und Rinder- und Schweineställen zu beachten sind.

 

 

Tabelle 1: Grundprinzipien Rinder und Schweine. Quelle: UNECE Leitfaden: ECE/EB.AIR/WG.5/2007/13, 16. Juli 2007: „Leitfaden über Techniken zur Vermeidung und Verringerung von Ammoniakemissionen“.

 
Nr

Nr.

Prinzip

Bemerkung

1

Minimierung der verschmutzten Fläche

Den Tieren nur soviel Stallfläche zur Verfügung stellen, wie von der Tierschutzverordnung verlangt wird. Die Wahl von Haltungssystem und Stallkonzept begrenzt die Grösse der emittierenden Fläche.

2

Rasche Drainage

Abführen von Harn in abgedecktes Lager

3

Saubere, trockene Aktivitäts- und Liegefläche

Ausbildung von strukturierten Funktionsbereichen (sauber gehaltene Liege- und Futterbereiche, in kurzen Zeitintervallen gereinigte Kot- und Laufflächen)

4

Optimales Stallklima

Möglichst tiefe Luftgeschwindigkeit über der verschmutzten Fläche und möglichst tiefe Stalltemperatur

5

Minimierung der gefassten Emissionen

Abluftreinigung (Bio- oder Chemowäscher); Einschränkung: Gilt für Schweinehaltung

6

Minimierung der N-Ausscheidung

Futterzusammensetzung: Vermeidung von überflüssigem Stickstoff in den Futterrationen

 

 

 

In Tabelle 2 sind einige wichtige Grundprinzipien festgehalten, die für die Luftreinhaltung bei Geflügelställen zu beachten sind.

 

Tabelle 2: Grundprinzipien Geflügel.Quelle: UNECE Leitfaden: ECE/EB.AIR/WG.5/2007/13, 16. Juli 2007: „Leitfaden über Techniken zur Vermeidung und Verringerung von Ammoniakemissionen“.

 

 
Nr

Nr.

Stallsystem

Prinzip

Bemerkung

1

Volière, Freilauf

Rasche Kottrocknung

 

2

(Legehennen)

Trockene, gedeckte Lagerung des Mistes

 

3

 

Tränkesystem ohne Wasserverlust in Einstreu

 

4

 

Abluftreinigungsanlage

Bio-, Chemowäscher

5

 

Futterzusammensetzung: bedarfsgerechte Proteinversorgung

 

6

Bodenhaltung im Stall

Tränkesystem ohne Wasserverlust in Einstreu

 

7

(Mastpoulets )

Trockene Einstreu

 

8

 

Abluftreinigungsanlage

Bio-, Chemowäscher

9

 

Futterzusammensetzung: bedarfsgerechte Proteinversorgung

 

 

 

Nationaler Bewertungsrahmen für Tierhaltungsverfahren

 

Die Anforderungen an eine tiergerechte Nutztierhaltung, die Umweltwirkungen von Tierhaltungsanlagen und der Einfluss des Managements im Wechselspiel mit den baulich-technischen Merkmalen der Haltungsverfahren werden ausführlich erläutert und ermöglichen dem Leser einen Überblick über den Stand des Wissens.

>> Link zum KTBL

 

Weitere Materialien

Im Vortrag "Minderung von Ammoniakemissionen - bauliche, technische, organisatorische Aspekte"  zeigt Margret Keck eine Palette von Minderungsansätzen in der Rindviehhaltung nach dem heutigen Kenntnisstand auf. Darunter sind auch Ansätze, die noch abgeklärt, weiterentwickelt, präzisiert und quantifiziert werden dürfen, die sowohl im Neubau und auch bei bestehenden Betrieben zukünftig eine Rolle spielen können.

Weiterbildungskurs für Baufachleute am 17./18.11.2009 in Tänikon

Link zu den Vortragsunterlagen

 

Der Vortrag "Baulicher Umweltschutz Vollzugshilfe" von Margret Keck und Ludo Van Caenegem dient als Hilfestellung für den Vollzug der Umweltgesetzgebung beim Bauen im Bereich Luftreinhaltung und Baulicher Gewässerschutz. Das Referat basiert auf dem Entwurf vom 3.7.2009 "Vollzugshilfe Umweltschutz in der Landwirtschaft", Schweiz.

Weiterbildungskurs für Baufachleute am 17./18.11.2009 in Tänikon

Link zu den Vortragsunterlagen

 

Im Referat „Moderne Tierhaltung im Spannungsfeld von Tierwohl und Umweltschutz" stellte Margret Keck, Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART die enormen Veränderungen in der Tierhaltung von gestern, heute und morgen vor, wie größere Herden, Mechanisierung und Automatisierung. Eine der Herausforderungen laute zukünftig, nicht nur für tiergerechte, sondern für emissionsarme Haltungssysteme den Weg zu ebnen. Für eine zukunftsgerichtete Tierhaltung gelte, sich an den Prinzipien weniger verschmutzter Flächen, rascher Harnabfluss, häufigere optimierte Entmistung, tiefe Temperaturen und Schatten zu orientieren. Auf dem Weg zur Umsetzung von emissionsmindernden Maßnahmen, sei der Handlungsspielraum einzelbetrieblich auszuloten. Ansätze mit Synergien zum Tierwohl seien eine Chance.

Link zu den Vortragsunterlagen (3 MB)

 

Die Präsentation "Ammoniakemissionen aus der Schweinehaltung: Vergleich zwischen Haltungssystemen und Minderungsansätze " von Margret Keck am Kurs Schweinehaltung, Sursee vom 28.6.2011 sensibilisiert Landwirte für Schritte zur Emissionsminderung.

Link zu den Vortragsunterlagen (2MB)

 
Präsentation für Berater und Landwirte zur 
Vermeidung von Ammoniakemissionen

Im Bereich Stall und Laufhof für rinderhaltende Betriebe
(12 MB)
 
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